Nov 2, 2011

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Die Feuerzangenbowle – der Film

Ein wichtiger Hintergrund
Sicher hast auch du schon von der berühmten Feuerzangenbowle gehört. Der Film aus dem Jahre 1943 gilt noch heute als einer der Meilensteine der deutschen Filmgeschichte und sorgt gerade bei Liebhabern von Nostalgie regelmäßig für Lachanfälle. Heute kann man sagen, dass der Film an sich nichts Besonderes ist, doch zu seiner Zeit war die Romanverfilmung nach Oliver Ohrmann etwas wahrlich Außergewöhnliches. Schließlich war das Jahr 1943 mitten im Zweiten Weltkrieg.
Die Nazis wollten den Film zuerst überhaupt nicht genehmigen. Ein Grund dafür war wohl auch, dass Heinz Rühmann, in der Hauptrolle des Dr. Johannes Pfeiffer, es schaffte, alle Schauspieler, die er für den Film benötigtem, von der Front zurück zu ziehen.
Nachträglich musste der Film sogar noch mit einer kleinen Erweiterung an die NS-Ideologie angeglichen werden. Doch selbst damit brachte der Film das, was die Menschen sich zu jener Zeit am meisten wünschten: Ablenkung vom Kriegsgeschehen.

Alles fing ganz harmlos
Für den Fall, dass du die Geschichte nicht ganz kennst, kommt hier eine kleine Zusammenfassung.
Dr. Johannes Pfeiffer, seines Zeichens erfolgreicher Jungautor, sitzt mit seinen Freunden eines Abends gemütlich bei einer Feuerzangenbowle zusammen. Das ruhige, friedliche Ende eines Tages, war für die Menschen der damaligen Zeit etwas wahrlich nicht Alltägliches und schon daher hatte der Film viele Bewunderer.
Bei jener Gelegenheit nun kommen die Herren ins Gespräch über ihre gemeinsame Schulzeit und über all die Streiche, die sich damals gerne gespielt haben. Diese Erinnerungen an das friedliche Vergangene sind heute noch genauso wichtig wie damals. Wer denkt nicht gerne an die Tage der Schulzeit zurück, in der man noch ganz andere Sorgen hatte als heute.
Der gute Johannes aber kann diese Gedanken nicht teilen, denn er hatte einen Hauslehrer und kam daher nie in den Genuss einer fröhlichen Schulzeit. Daher wollen ihm seine Freunde diesen Spaß auch gönnen und beschließen, ihn einige Wochen lang noch einmal Schulluft schnuppern zu lassen.

Und dann geschah es
Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, nur soviel: Als Primaner Pfeiffer wird Johannes tatsächlich an einem Jungengymnasium angenommen. Die Schulzeit bereitet ihm viel Freude und auch das Streichespielen, worin er tatkräftige Unterstützung seiner Klassenkameraden findet. Seine recht eigenwillige Verlobte allerdings will ihn schnell nach Berlin zurückholen. Nach einigen Zweifeln entschließt sich Johannes aber doch, weiterhin den Schüler zu spielen, wohl auch, weil er sich in die Tochter des Direktors verliebt hat. Diese jedoch weißt ihn ab und von da an tut er alles Mögliche, um von der Schule geschmissen zu werden.

Die Feuerzangenbowle ist ein Klamauk mit einer nicht ganz so komischen Hintergrundgeschichte. Gerade im Herbst und im Frühling ist es schon fast eine Tradition geworden, den Film gemeinsam zu sehen. Manche Schulen haben diese Tradition in gängige Praxis umgesetzt und servieren zu den passenden Zeiten das wohlbekannte Getränk – für die Schüler natürlich in alkoholfreier Form.

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